presse20160505

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presse 26.04.2016

presse 201500905 hallosonntag

martin  Name: Martin Polomka

  Alter: 32 Jahre

  Funktion/Position: Trainer

  Bei Stern seit: 2013

 

 

1. Seit Anfang Juli läuft die neue Saison – in der Kreisliga. Hast du nach den paar Spieltagen mit dem 1. Tabellenplatz gerechnet ?

Erst mal hallo…also, dass wir so gut starten natürlich nicht, zumal ja auch noch die Urlaubszeit gewesen ist und wir praktisch nie einen vollständigen Kader hatten. Hinzu kommen mit Julian Ihn und Drilon Krasniqi zwei langfristig Verletzte. Thomas Schewelis haben wir ja nach seinem Kreuzbandriss sowieso erst für die Rückrunde eingeplant. Wenn ich ehrlich bin, ist es aber auch noch sehr eng und wir sollten mal bis zum 10. Spieltag abwarten. Wobei mich die Siege gegen Mecklenheide und Damla schon sehr beeindruckt haben, da wirkten wir als Team gefestigt.

2. Wie haben sich d.E. die neuen Spieler integriert?

Wer sich das Team diese Saison mal angeschaut hat, wird feststellen, dass dort ein „Team“ auf dem Platz steht und wir zwischenmenschlich bis Dato null Probleme hatten. Sportlich betrachtet hat uns jeder Spieler weitergebracht. Ümit Celik hat sich toll mit Chris Schultz ergänzt, bei Markus Vogel gab es ja im Vorfeld viele Diskussionen. Der Junge hat die beste Trainingsbeteiligung und eine Top Einstellung, man merkt natürlich dass er ein halbes Jahr nicht gespielt hat, das kommt aber. Da bin ich mir sicher. Mirko Kraus und Abdul El-Hayek haben mehr als eingeschlagen, beide sind absolute Stammspieler geworden und mit ihren jungen Jahren werden wir noch ganz viel Freude an ihrer Entwicklung haben. Im Tor hat Obrad Sosic uns sehr viel Stabilität gegeben, mit Adriano Serbent haben wir für mich persönlich das beste Torwart-Duo der Liga. Zu Sipho Mndebele kann man sagen, dass er unser Aggressivleader ist. Der geht gerne mal dorthin, wo es wehtut. Defensiv ein unfassbar wichtiger Spieler. Bei Julian Ihn hat man in der Vorbereitung schon gesehen, dass er ein starker Verteidiger ist, ich hoffe er kommt schnell zurück.

3. Deine Präsenz in der regionalen Sportpresse, als auch der Erfolg deiner Mannschaft ruft viele Neider auf’s Programm – wie gehst du damit um ?

Sagen wir es mal so, ich merke dass der Gegenwind größer wird. Das gehört aber dazu und damit kann und muss ich ja leben. Ich mache ja keinen Hehl daraus, dass ich später mal so hoch wie möglich im Fußball trainieren möchte und da wird es vom „Druck“ nur mehr und sicher nicht weniger. Für mich zählt an erster Stelle dass ich Druck und Medienhype von der Mannschaft nehme. Die Sponsoren und Zuschauer können gerne mich kritisieren. Mit unserem Teammanager Carsten Badorrek und meinem Co-Trainer Patrick Heuschkel kann ich aber auch über viele Dinge reden und uns verbindet eine jahrelange Freundschaft. Das tut gut und gibt mir Sicherheit.

4. Was motiviert dich?

Ich bin Visionär, sowohl sportlich wie auch im Beruf. Als ich vor 2 Jahren in Misburg angefangen habe, habe ich mir und dem Vorstand gesagt dass nach meiner Amtszeit dieser Verein wieder im Bezirk spielen wird. Dazu werden wir der größte Verein der Region Misburg-Anderten sein. In unserem Umfeld befinden sich immerhin sieben Vereine. Das ist meine Vision gewesen und diese versuche ich mit viel Herz und Leidenschaft zu leben. Es wäre für mich ein Traum wenn wir die A und B Jugend, sowie die 1. Herren im Bezirk hätten.

5. Wie lenkst du dich vom Fußball ab? Wie sieht dein Alltag aus?

Ich bin selbstständig und kann von mir behaupten, dass ich beruflich meinen Traumberuf gefunden habe. Dafür bin ich dankbar, da dies heutzutage leider nicht jeder von sich behaupten kann. Der Nachteil ist, dass ich 7 Tage die Woche involviert bin und mein Privatleben in Hannover schwierig geworden ist. Durch Trend ID und dem Fußball ist man doch schon eingeschränkt, früher konnte ich ganz normal durch die Stadt gehen oder mich mit meinen Jungs einfach mal gehen lassen. Das ist heute nicht mehr so einfach, weil man doch schon einen gewissen Bekanntheitsgrad hat, welcher zuletzt durch das Palo Palo und dem Acanto stark zugenommen hat. Aber auch das gehört dazu und ist Teil des Ganzen. Plump gesagt besteht mein Leben aus Arbeit und Fußball, aber das ist auch gut so. Es macht mir Spaß und nur damit kann man auch Erfolg haben. Ich kann mir aber immer wieder Freiräume nehmen und muss niemanden Rechenschaft ablegen, wenn ich spontan in Urlaub möchte geht das. Das betrachte ich als Luxus.

6. Deine Firma Trend ID ist ebenso ein erfolgreiches Unternehmen, welches du zusammen mit Marlon Melzer betreibst – was bist du lieber – Trainer oder Geschäftsführer?

Das interessante dabei ist, beim Fußball habe ich ein Team, aber bin der Chef-Trainer. Bei Trend ID habe ich mit Marlon einen Geschäftspartner auf Augenhöhe und wir funktionieren blind. Ich kann dort ohne Probleme behaupten, dass ich meinen perfekten Partner gefunden habe und wir uns sehr gut ergänzen. Obwohl wir sehr unterschiedlich vom Charakter sind, agieren wir aber mit absolutem Vertrauen und verstehen uns zu 100%. Auch wir streiten uns, aber halten nach außen immer zusammen und haben uns einfach gefunden.

7. Was kommt nach dem Fußball?

Nichts, weil ich meine sportlichen Ziele noch nicht erreicht habe. Meine Freunde und Familie sagen mir oft, ich bin besessen und unheimlich treibend und fordernd. Leider merke ich das aber nicht mehr und benötige einen gewissen Leistungsdruck. Ob das gut oder schlecht ist, gesund oder ungesund sei mal dahingestellt.

8. Gibt es ein sportliches Vorbild ?

Ein generelles Vorbild habe ich nicht. Ich habe letztens mit Andre Breitenreiter von Schalke 04 ein 3 - stündiges Gespräch unter vier Augen über viele Themen gehabt. Das hat mich schon sehr beeindruckt und ich habe zwei Tage benötigt, um alles zu verarbeiten. Wir haben offen über positiv und negatives geredet und auch Kritik geäußert. Er trainiert einen der größten Vereine Deutschlands und man hat natürlich einen gewissen Respekt, aber ich bin selbstbewusst genug und erstarre jetzt nicht vor so einer Persönlichkeit. Er ist ebenfalls Visionär und solche Menschen inspirieren mich.

Ich bin ja eher taktisch angehaucht und ein Sieg ist für nicht gleich ein Sieg. Es geht mir immer um eine Philosophie und wie meine Mannschaft spielt, da ist ein Lucien Favre oder Pep Guardiola sehr interessant. Was medialen Druck betrifft, ist Jose Mourinho sicher unglaublich stabil.

9. Auf welche Begegnung freust du dich am meisten / deine Mannschaft?

Was soll ich sagen, mir ist bewusst, wie wichtig das Spiel am Sonntag in Anderten für unseren Verein, Fans und unsere Sponsoren ist. Jedoch darf man eines nicht vergessen, wir haben ein Saisonziel und da geht es auch im Derby „nur“ um drei Punkte. Wir wollen unter die ersten fünf und benötigen jeden Punkt.

10. Zu guter Letzt dein Tipp für Sonntag ?

Wir werden dort gewinnen und taktisch einen hochklassigen Amateurfußball zeigen!

Danke für Deine Zeit Martin, wir wünschen Dir und Deinen Jungs am Sonntag viel Erfolg!!!

 

presse 20150909 sportbuzzer

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